Von der Schwierigkeit einfach nur Brot zu kaufen

Brot in verschiedenen Verpackungen

Mich ärgert seit einiger Zeit, dass ich vom Bäcker immer eine Plastik-Tüte mit nach Hause bringe, in der das Brot eingepackt ist. Warum ich für diese Müllvermeidung noch keine zufrieden stellende Lösung gefunden habe und wie viele Aspekte so eine vermeintlich einfache Angelegenheit doch mit sich bringt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Unnötigen Müll vermeiden

Jedes Mal, wenn ich beim Bäcker bin und das Brot vor meinen Augen in eine Plastik-Tüte gehüllt wird, fällt es mir wieder ein: Ich wollte doch nach einer Möglichkeit suchen, diese Tüte zu vermeiden. Eine Zeitlang habe ich dann spontan immer nach einer Papiertüte gefragt, da ich so zumindest das Gefühl hatte, ein bisschen umweltfreundlicher zu agieren, auch wenn die Ökobilanz einer Papier- gegenüber einer Plastiktüte bekannter Weise auch fragwürdig ist, vor allem bei nur einmaliger Benutzung. Sehr schön, wie ich finde, kann man das beispielsweise hier auf den Seiten des NABU nachlesen. Leider habe ich auch noch keine zündende Idee gehabt, wie man eine Brot-Papier-Tüte sinnvoll weiter benutzen kann. Vielleicht habt ihr ja eine?

Ein weiterer Nachteil der Papiertüte ist mir dann nach einigen Malen zu Hause aufgefallen: In der Papiertüte bleibt das Brot einfach nicht frisch. Bei uns muss es aber eben doch schon mal ein paar Tage halten und so einen Brotkasten haben wir nicht und wollen wir aus Platzgründen auch nicht anschaffen.

Behälter dabei – Suche nach einem praktischen Transportgefäß

Trotzdem habe ich schon über verschiedene Behälter nachgedacht, die sowohl für den Einkauf, als auch gleichzeitig zur Lagerung dienlich sein können. Doch auch die klassischen Kunststoff-Dosen haben genau wie der Brotbehälter den Nachteil, dass sie recht groß sind, wenn ein ganzes Brot reinpassen soll. Das heißt, sie sind dann auch recht sperrig für unterwegs, und ich möchte nicht immer einen Rucksack mitnehmen müssen.

Ein weiteres Problem hat sich bei dem Versuch einen eigenen Behälter mitzunehmen dann auch noch herausgestellt: Man muss vorher dran denken, dass man Brot kaufen möchte, sonst hat man den Behälter schlichtweg nicht dabei. Oft ist mir bei einem Spontankauf also erst wieder eingefallen, dass ich den Behälter vergessen habe, als die nette Bäckerei-Fachverkäuferin anfing mit der Tüte zu hantieren. In diesem Moment wollte ich dann natürlich, auch aus Bequemlichkeit versteht sich, die Bestellung nicht nochmal abbrechen, um erst den Behälter aus der nahe gelegenen Wohnung zu holen.

Gut wäre also ein Transportbehälter, der so kompakt wäre, dass man ihn ohne Probleme einfach immer dabei haben könnte. Der Lösungsgedanke kam mir Wochen später nachdem ich mich bei „Wunderbar Unverpackt“ umgeschaut hatte (siehe Beitrag „Endlich mal ‚Wunderbar Unverpackt‘ einkaufen“). Hier gibt es ja auch Stoffbeutel in verschiedenen Größen zu kaufen, falls man mal kein geeignetes Gefäß dabei hat.

Stoffbeutel – Tücken in der Handhabung

Also habe ich mir jetzt kurzer Hand bei Wunderbar Unverpackt einen Beutel gekauft, der groß genug ist, damit die gute Frau beim Bäcker ihn auch ohne Schwierigkeiten über ein geschnittenes Brot stülpen kann. Diese Variante gefällt mir tatsächlich ganz gut. Allerdings ist auch hier das Frischbleiben ein Manko, das ich durch Überstülpen einer (immer wieder verwendeten) Plastiktüte über den Brotbeutel behebe. Im Übrigen benötigt man dann mindestens zwei passende Stoffbeutel, wenn man frisches Brot kaufen will, während noch ein paar Scheiben vom alten übrig sind. Deshalb habe ich zum Teil das Brot dann direkt nach dem Einkauf zu Hause in die Plastiktüte umgefüllt und den Stoffbeutel gleich wieder in Handtasche oder Rucksack verstaut.

Nach ein paar Benutzungen stellt sich mir bei der Stoffbeutel-Variante noch die Frage, wie man diesen denn am besten wäscht. Geschirrspülmaschine? Waschmaschine? Und welches Reinigungsmittel? Vielleicht habt ihr da Erfahrungen? Ich habe mich jetzt für die Option in der Waschmaschine mit einem Waschmittel frei von Duftstoffen zusammen mit Trockentüchern und Handtüchern entschieden.

Fazit: Besser, aber noch nicht gut

So ganz glücklich bin ich mit dem Prozedere immer noch nicht, aber ich finde es schon wesentlich besser, als mindestens zweimal pro Woche eine neue Plastiktüte zu verschwenden. Da diese nämlich Löcher hat, ist sie noch nicht mal geeignet für die meisten anderen Verwendungsmöglichkeiten.

Falls ihr also noch weitere Ideen oder Anregungen habt, lasst es mich wissen. Ich freue mich auf eure Kommentare, wie ihr euren eigenen Brot-Einkauf-Alltag gestaltet!

2 thoughts on “Von der Schwierigkeit einfach nur Brot zu kaufen

  • Vor dem Dilemma stehe ich auch oft. Nutze die Plastiktüten aber als Restmüll-Tüten, das kommt oft gut hin 🙂
    Wie klappt das mit der Hygiene und dem Beutel, nimmt die Bäckerei-Fachkraft deinen Beutel einfach entgegen?

    • Hallo TanjaM,

      Ja, die Verwendung als Restmüll-Tüte war bisher auch das Einzige, was ich damit noch gemacht habe. Nur viele haben Löcher, dann geht noch nicht mal das. Außerdem brauchen wir mehr Brot als wir Restmüll produzieren 😉

      Das mit dem Beutel hat bisher gut funktioniert. Der wurde bisher immer entgegen genommen und es hat sich keiner beschwert. Aber wer weiß, wie sich das entwickelt, wenn das viele Menschen tun.. da werden wir abwarten müssen. Aber vielleicht gibt’s bis dahin ja noch andere Ideen!

      viele Grüße,

      Juana

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