Elektronik abseits von „Geiz ist geil“

Immer wieder gab es in den letzten Monaten etwas, das ich in einem Elektronik-Markt kaufen musste. Nur, gibt es auch einen, der nicht billiger als billig verspricht? Lest in diesem Beitrag, wo ich inzwischen elektronische Haushaltsartikel konsumiere und warum die Auswahl des Marktes allein noch kein gutes Produkt macht, aber schon mal ein Anfang ist.

Auf das Suchwort kommt es an

Schon bei der Suche nach den Batterien für unsere Rauchmelder habe ich versucht einen Elektronikmarkt in der näheren Umgebung ausfindig zu machen, der nicht in Tiefpreisschlachten involviert ist. Gar nicht so einfach. Bei der Internetrecherche findet man zum Stichwort Elektronik vor allem Unternehmen aus dem Installationsbereich oder Händler mit sehr spezifischem Sortiment. Ein Fachgeschäft, das die Haushaltsgebrauchsartikel wie Steckdosenleisten, Batterien, Glühbirnen oder auch Computerzubehör unter einem Dach vereint, ist eher gar nicht anzutreffen.

Während meiner Recherche zu diesem Text, stelle ich jedoch fest, dass die Wahl meiner Suchbegriffe vielleicht nicht ganz optimal war. Denn bei der eigentlich naheliegenden Eingabe von „Elektronik Fachmarkt Braunschweig“ findet man doch schon an zweiter Stelle „Löwen-Elektronik“. Ich bin zuvor eher zufällig bei einer Suche nach einer Adresse auf der Karte darauf gestoßen. Vielleicht hatte ich mein Anliegen im Vorfeld zu detailliert im Kopf gehabt, als ich die Suchmaschine für das Ausspucken eines Elektronikmarkts bemüht hatte.

Die besonderen Extras eines Familienunternehmens

Lange Rede, kurzer Sinn. Bei Löwen-Elektronik findet man wohl all das, was man bei den großen bekannten Elektronik-Märkten auch bekommt. Nur ist es eben ein regionales Handelshaus. Deshalb findet man auch besonders viele Produkte, die auch einen regionalen Hintergrund haben, was mich natürlich umso mehr freut.

Für Bastler hat Löwen-Elektronik sogar eine Fundgrube eingerichtet, in der zum Teil defekte Ware für den kleinen Groschen erworben und repariert werden kann. Eine schöne Idee, wie ich finde. Damit wird ja sogar was für die Müllvermeidung getan, auch wenn ich unterstellen möchte, dass das für die Inhaber dabei nicht im Vordergrund steht.

Service und Kundenfreundlichkeit sind aber oberstes Gebot bei Löwen-Elektronik. Die ganze Familie wird mitunter eingebunden, damit der Laden läuft. Und auch die kleinen Anliegen werden nicht einfach abgewiesen: So wurde einer älteren Dame auch kurzerhand schon mal die neu gekaufte Batterie in ihre Uhr eingesetzt.

Braunschweiger Distributor mit Eigenmarken

Mein erster Einkauf, der mich zu Löwen-Elektronik geführt hat, war ein DSL-Verlängerungskabel. Das gab es dann von der Marke Goobay, die dort häufiger in den Regalen anzutreffen ist. Kurz den Rechner angeworfen und herausgefunden, dass es sich dabei um eine Eigenmarke des Distributors Wentronic handelt – ein Braunschweiger Familienunternehmen.

Was ich nicht auf Anhieb gefunden habe, ist, wer denn nun die unter der Eigenmarke goobay vertriebenen Produkte herstellt – und wo sie also genau herkommen. Denn, dass die letzten beiden Stationen der Lieferkette regionale Akteure sind, ist ja schon mal schön. Aber ein Produkt, dass auch den Beginn seiner Wertschöpfungskette nicht allzu fern erlebt hat, wäre ja noch wünschenswerter. Diese Recherche hebe ich mir allerdings für den nächsten Einkauf beim Elektronikmarkt auf.

Speicherplatz aus Vechta?

Die Aktivitäten zum Blog, bzw. die Arbeit an meinem Laptop dafür, haben mich beim zweiten Mal zum Kauf einer SD-Karte zu Löwen-Elektronik geführt. Denn leider ist der Onboard-Speicher meines Geräts so mickrig ausgefallen (war wohl alles wieder eine Frage des Geldes…), dass ich nun langsam nicht mehr um die Erweiterung via SD-Karte herumkomme, um noch irgendwie arbeitsfähig zu sein.

Meine erste Internetsuche nach Speicherkarten aus der Region führt mich zu dem nicht wirklich regionalen Unternehmen Kingston Technology. Als alteingesessener Hersteller von Speicherprodukten vertreibt das Unternehmen seine Produkte unter anderem über den deutschen Großhandel und IT-Distributor Siewert & Kau, der auch ein Vertriebsbüro in Braunschweig hat. Auch die weitere, wenn auch aus Zeitgründen kurze Recherche hat noch keinen echten regionalen Hersteller hervorgebracht, was ich allerdings auch nicht unbedingt erwartet habe.

Ich entscheide mich am Ende für eine SD-Karte der Intenso GmbH. Die ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Vechta, allerdings auch hier kein Hinweis im Internetauftritt zu finden über den wirklichen Herstellungsursprung der Produkte. Nach meinem Verständnis handelt es sich bei der Intenso GmbH auch um ein Unternehmen, das hauptsächlich im Vertrieb tätig ist. Ich habe vor ungefähr zwei Wochen das Kontaktformular bemüht, allerdings bisher keine Rückmeldung erhalten.

Bis zum Ursprung der Wertschöpfung ist es noch weit

Wenn ich auch bei den bisherigen Elektronik-Einkäufen wahrscheinlich Ware aus Fernost erworben habe, freue ich mich einen Markt gefunden zu haben, bei dem ich auch in Zukunft für alle Elektronik-Anliegen fündig werde. Bis dahin habe ich vielleicht schon wieder mehr Details ausgemacht, welche Marken und Produkte dort am besten zu meinen Konsum-Absichten passen. Außerdem werde ich mich bei Zeit und Muße mal den Themen Handel und Vertrieb widmen, denn mir sind die vielen Stationen der Wertschöpfungskette teilweise gar nicht bekannt, fürchte ich.

Vielleicht wisst ihr ja mehr? Vielleicht kennt ihr sogar eins der genannten Unternehmen und wisst, woher die Produkte letztendlich kommen. Oder ihr habt eine Anregung, wo man Elektronik hier in der Region noch kaufen kann. Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

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